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Pressemeldung Nr. 286 der Pressestelle der Ruhr-Universität Bochum
Hilfen für eine treffende Patientenverfügung
Wege durch den Verfügungswald
Hilfen für eine treffende Patientenverfügung
Neue Veröffentlichung: Überblick und Dokumentation
Durchblick im Dschungel der verschiedenen Empfehlungen für die Formulierung
und Festschreibung des letzten Willens bietet das Buch „Ratgeber
Patientenverfügung. Vorgedacht oder selbstverfasst?“, das jetzt im LIT-Verlag
erscheint. Es hilft mit Beispielen und Begriffserklärungen bei der
Auseinandersetzung mit dem schwierigen Thema und bietet nicht zuletzt
Textbausteine und Denkanstöße für die Abfassung eigener Wünsche an.
Überblick im Überangebot
Der Ratgeber verschafft allen Interessierten, Patienten, Medizinern,
Pflegepersonal, Betreuern und Juristen, zunächst einen Überblick über die
verschiedenen Formen und Modelle der Patientenverfügung, die unter zahlreichen
unterschiedlichen Namen auf dem Markt angeboten werden. Der Ratgeber umfasst
über 20 verschiedene Volltexte von Verfügungsmustern und ermöglicht dem Leser
einen Blick auf eine Vielzahl von Formulierungsvorschlägen. So gelingt die
Vorbereitung einer individuellen persönlichen Patientenverfügungen sehr viel
differenzierter.
Vor- und Nachteile verschiedener Verfügungstypen
Auch ein historischer Abriss der letzten 20 Jahre der Patientenverfügung findet
sich im Ratgeber. Die Autoren stellen Vor- und Nachteile der verschiedenen Typen
von Erklärungen – vom Ankreuzformular bis zur ausführlichen Erklärung, die
Charakter und Selbstvorstellung umfasst – vor und hinterfragen ihre
Tauglichkeit: Gibt der Text den Willen des Patienten wieder, auch wenn dieser
sich mit der Zeit und der Situation wandelt? Entscheidet der Patient womöglich
zwar nach seinem Willen, nicht aber für sein Wohl? Welche Fähigkeiten sollte ein
Vorsorgebevollmächtigter haben?
Überblick und Wissen – Rüstzeug für die eigene Erklärung
Ein Glossar klärt zudem die wichtigsten medizinischen Begriffe, mit denen
schwerkranke Patienten sich konfrontiert sehen können. Verfügungswillige finden
im Ratgeber Textbausteine als Anregung für eine eigene Erklärung. Außerdem haben
die Autoren eine Auswahl von Verfügungsdokumenten und eine Liste von 150
fertigen Verfügungen zusammengestellt. Das Buch bietet keine Patentlösung für
alle Menschen an, sondern verschafft dem Leser den notwendigen Durchblick und
damit das Rüstzeug, um selbst eine individuelle Verfügung verfassen zu können.
Interdisziplinäres Autorenteam
Die Autoren verfügen über Kompetenzen im Bereich Jura, Medizin, Philosophie
und Theologie. Dr. Thorsten Jacobi hat sich an der Evangelischen Akademie
Iserlohn mit Fragen ethischer Urteilsbildung im Bereich der Medizinethik
beschäftigt. Dr. Arnd May hat zu ethischen Aspekten der Patientenverfügung in
der Philosophie promoviert. Prof. Dr. Rita Kielstein arbeitet als Dialyseärztin
seit Jahren zu Fragen der Patientenverfügung. Prof. Dr. Werner Bienwald ist
Juraprofessor, Autor zweier Kommentare zum Betreuungsrecht und hat zahlreiche
Veröffentlichungen zum Betreuungsrecht verfasst.
Titelaufnahme
Thorsten Jacobi, Arnd T. May, Rita Kielstein, Werner Bienwald (Hrsg.): Ratgeber
Patientenverfügung. Vorgedacht oder selbstverfasst? ( = Ethik in der Praxis /
Practical Ethics Materialien / Documentation Bd. 2)
LIT-Verlag, Münster 2001, 146 S., ISBN 3-8258-5637-2, 12,90 €
Weitere Informationen
Dr. Arnd T. May, Zentrum für Medizinische Ethik,
Ruhr-Universität Bochum, 44780 Bochum,
0700 BIOETHIK (2463845)
Fax: 02361 / 17121
E-mail: arnd.may@ruhr-uni-bochum.de
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